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Das Klinikum Dritter Orden: überregional anerkanntes Kompetenzzentrum

Die Diagnose und Therapie von Erkrankungen der Schilddrüse bildet am Klinikum Dritten Orden einen besonderen, fachübergreifenden Schwerpunkt. Interdisziplinär arbeiten Internisten, Chirurgen, Nuklear- und Labormediziner zusammen. Mit jährlich über 1500 Operationen und noch einmal mindestens so vielen konservativen Behandlungen (medikamentöse und Radiojodtherapie) ist der Dritte Orden im Bereich der Schilddrüsenmedizin ein überregional anerkanntes Kompetenzzentrum.

Bei uns kommen modernste Verfahren, wie die minimal-invasive Schilddrüsenentfernung oder das Neuromonitoring zur Schonung der Stimmbandnerven, zum Einsatz.
Die Schilddrüsenoperation ist heute ein Routineeingriff und rangiert hinter der Blinddarm- und der Leistenbruchoperation auf Platz drei der häufigsten Eingriffe.

Alle Informationen zur  Schilddrüsenchirurgie im Klinikum Dritter Orden haben wir für Sie auch in einer kleinen Broschüre zusammengefasst, die Sie gerne über das Sekretariat zugeschickt bekommen oder hier als pdf-Datei herunterladen können.

Krankheitsbild

Behandlungsschwerpunkt: Schilddrüsenoperationen

 

Warum ist eine Operation notwendig?

In gesundem Zustand wandelt die schmetterlingsförmige Drüse im Halsbereich Jod in die Schilddrüsenhormone T3 und T4 L-Thyroxin und Trijodthyronin um und gibt diese in den Blutkreislauf ab. Da diese Hormone die Grundaktivität jeder Körperzelle regulieren, wirkt sich eine Störung rasch auf den gesamten Organismus aus. Je nach Art der Erkrankung kommt es zu einer Über- oder Unterversorgung mit Schilddrüsenhormonen.

Unterversorgung bedeutet: Der Energiehaushalt und der Stoffwechsel sind gebremst. Einige der Symptome: Müdigkeit, Verlangsamung, depressive Stimmungslage, verwaschene Sprache, Verstopfung, Gewichtszunahme, trockene Haut, brüchige Nägel und Haare
Eine Überversorgung mit Schilddrüsenhormonen führt zu einer Überfunktion mit entsprechend erhöhtem Energiebedarf. Die Folge: Gewichtsabnahme, Durchfall, Haarausfall, schneller Puls, Herzrhythmusstörungen, Nervosität, vermehrtes Schwitzen, Müdigkeit, bei der Basedow`schen Krankheit auch Augenprobleme.

Beschwerden können aber auch allein durch eine Größenzunahme der Schilddrüse auftreten. Symptome: Engegefühl am Hals, Geräusche beim Atmen, Atemnot und Schluckstörungen bei sehr großen Kröpfen.
Bei Schilddrüsenkrebs sind die Patienten anfangs beschwerdefrei.

Es gibt mehrere Gründe, weshalb eine operative Entfernung von Teilen der Schilddrüse notwendig werden kann. Besonders wichtig ist sie bei Verdacht auf ein bösartiges Gewächs. In der Regel bestehen dafür schon vor der Operation Anhaltspunkte, in fast allen Fällen kann intraoperativ mit einer Gefrierschnittuntersuchung der Befund bestätigt oder widerlegt werden. Auch gutartige Schilddrüsenerkrankungen (z. B. Morbus Basedow oder Kropf) können einen Eingriff notwendig werden lassen. Und zwar immer, wenn die Beschwerden sehr stark sind, die Krankheit aber nicht (mehr) genügend auf Medikamente oder eine Radiojodtherapie anspricht.

Die Komplikationen nach Schilddrüsenoperationen sind selten, die Heilungschancen danach dagegen ausgezeichnet. Meist ist es jedoch notwendig, lebenslang Schilddrüsenmedikamente, individuell dosiert, einzunehmen.

Zusätzliche Informationen finden Sie in unserem Flyer zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen, den Sie hier herunterladen können.

Behandlungsablauf

Behandlungsschwerpunkt: Schilddrüsenoperationen

 

Die Knoten werden entfernt

Vorbereitung
Die Entscheidung für die Operation und die Auswahl des richtigen Verfahrens erfordern verschiedene Voruntersuchungen. Dazu gehören z.B. die Bestimmung der Schilddrüsenwerte im Blut, eine Ultraschalluntersuchung und eine Szintigraphie der Schilddrüse. Meist werden die Patienten von ihrem Hausarzt oder Nuklearmediziner mit den entsprechenden Befunden in unsere Sprechstunde überwiesen. Werden weitere Untersuchungen notwendig, können diese im Klinikum durchgeführt werden.

Der Patient findet sich am Tag vor dem Eingriff in der Klinik ein. Bei der Aufnahme-Untersuchung werden seine Operations- und Narkosefähigkeit festgestellt. Manchmal sind auch eine Laboruntersuchung des Blutes, ein EKG und weitere Untersuchungen nötig (z.B. erneute Ultraschalluntersuchung, Röntgenuntersuchung des Brustkorbes usw.). Zur unmittelbaren Operationsvorbereitung gehört auch eine Untersuchung der Stimmbandfunktion durch einen HNO-Arzt. Im Aufklärungsgespräch kann der Patient eventuell noch bestehende Fragen „loswerden“.

Der Operationstag
Die Schilddrüsenoperation geschieht in Vollnarkose. Grundsätzlich werden alle knotigen Veränderungen, beziehungsweise alle in ihrer Funktion veränderten Bezirke der Schilddrüse entfernt. Ziel der Operation ist ein knotenfreies Organ oder eine sichere und dauerhafte Ausschaltung der Überfunktion.

Viel Aufmerksamkeit widmet der Chirurg während des Eingriffs den eng hinter der Schilddrüse liegenden „Stimmbandnerven" (medizinisch: Nervus laryngeus recurrens) und den Nebenschilddrüsen. Dank moderner Verfahren (Neuromonitoring) können die Stimmbandnerven heute optimal geschont werden.  

Zur Ableitung des Wundsekrets legt der Chirurg einen dünnen Kunststoffschlauch (medizinisch: Drainage) ein. Der Wundverschluss erfolgt schichtweise, die Haut wird genäht. Sollten postoperativ Schmerzen auftreten, können über die Infusion (Tropf) jederzeit weitere Medikamente gegeben werden. Bei glattem Verlauf dürfen die Patienten etwa 6 Stunden nach der Operation wieder trinken und prinzipiell auch essen.

Nach der Operation
Bei glattem Verlauf werden die Infusion (Tropf) und die Wunddrainagen bereits am nächten Tag entfernt. Die Patienten dürfen sich anschließend völlig frei im Krankenhaus bewegen. Wenn keine Komplikationen auftreten und die Wunde gut heilt, können sie fast immer 2 Tage nach der Operation entlassen werden (nach Eingang des feingeweblichen gutartigen Untersuchungsbefundes).

Die feingewebliche Begutachtung des bei der Operation entnommenen Schilddrüsengewebes nimmt in der Regel zwei Werktage in Anspruch und wird anschließend mit dem Patienten besprochen. Dann wird die genaue Nachbehandlung festgelegt. Die weitere Behandlung übernehmen wieder der Hausarzt oder der Nuklearmediziner. Auch nach einer erfolgreichen Schilddrüsenoperation ist eine lebenslange Kontrolle zu empfehlen.

Med. Qualität

Behandlungsschwerpunkt: Schilddrüsenoperationen

 

Wie wird die Qualität dieses Eingriffes am Klinikum Dritter Orden überprüft ?

Schilddrüsenoperationen werden nicht in den Leistungsbereichen der für alle Kliniken verpflichtenden externen Qualitätsicherung (nach § 137 Sozialgesetzbuch V) aufgeführt, d.h. es findet derzeit zu diesen Behandlungen keine bundesweite Dokumentation und Datenauswertung statt Deswegen können wir hier keine Vergleichsergebnisse zu einzelnen Qualitätmerkmalen veröffentlichen.

Schilddrüsenoperationen werden am Klinikum Dritter Orden einer laufenden internen Qualitätskontrolle durch klinikeigene Qualitätsbeauftragte unterzogen. Damit soll der hohe medizinische Standard dieser Operationen kontrolliert und gewährleistet werden.

Weitere Informationen zum Qualitätsmanagement Klinikum Dritter Orden

Organisatorisches

Behandlungsschwerpunkt: Schilddrüsenoperationen

 

Operationen an der Schilddrüse werden am Klinikum Dritten Orden durchgeführt in der

Klinik für Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie
Chefarzt Dr. med Detlef Krenz

Sprechstunden
Montag, Dienstag und Donnerstag:
13.00 - 16.00 Uhr

Anmeldung und Auskunft
Sekretariat Frau Leitloff, Frau Wattenberg, Frau Mannhardt
Telefon: 089 1795-2001
Telefax: 089 1795-2003
E-Mail

 

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